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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Jürgen Ponto-Stiftung vergibt Literaturpreis 2015 an Sandra Weihs

Der mit 15.000 € dotierte Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung zur Förderung junger Künstler geht im Jahr 2015 an die Österreicherin Sandra Weihs. Die Autorin wird für ihren Debütroman "Das grenzenlose
Und" ausgezeichnet.

Weihs erzählt die Geschichte zweier junger Menschen: Marie, achtzehn Jahre alt, depressiv und an einer Borderline-Störung leidend, hasst das Leben. Sie will Selbstmord begehen. Emmanuel, ebenso alt wie Marie, ist todkrank. Er hat Angst davor zu sterben. Aus dem anfänglichen Zusammentreffen und langsamen Kennenlernen erwächst Vertrauen. Marie und Emmanuel fangen an, offen über ihre Probleme zu sprechen. Eine dabei getroffene Übereinkunft nimmt am Ende eine überraschende Wendung.

“Ein erstaunliches Debüt einer Dreißigjährigen: eine packende, ja beklemmend realistische, harte Erzählung über junge Menschen heute, in sehr direkter Sprache – es geht darin um den Tod, also auch und vor allem um das Leben“, so das Resümee von Prof. Dr. Hans-Martin Gauger, Fachkurator der Jürgen Ponto-Stiftung für den Bereich Literatur. Zusammen mit dem Schriftsteller Arnold Stadler zeichnet er für die Auswahl der Literaturpreisträger verantwortlich.

Der Preis wird am 26. November 2015 im Literaturhaus in Frankfurt am Main verliehen. Sandra Weihs’ Roman “Das grenzenlose Und” erscheint im August 2015 in der Frankfurter Verlagsanstalt. Weihs wurde 1983 in Klagenfurt in Kärnten geboren. Sie studierte Sozialarbeit in Wien und absolvierte eine Ausbildung in systemischer Familienarbeit. Heute arbeitet sie mit sozial benachteiligten Kindern, Jugendlichen und Familien. Die Autorin lebt im oberösterreichischen Vöcklamarkt.

Die Jürgen Ponto-Stiftung vergibt den Literaturpreis an junge Autoren, die an ihrem ersten Buchmanuskript arbeiten und eine besondere literarische Begabung erkennen lassen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Martin Mosebach, Einar Schleef, Arnold Stadler, Kurt Drawert, Zoë Jenny, Andreas Maier, Zsuzsa Bánk und Reinhard Kaiser-Mühlecker.

(17.7.2015 | Quelle: Jürgen Ponto-Stiftung)

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