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Auszeichnungen

Jürgen Osterhammel erhält den Gerda Henkel Preis 2012

Der Gerda Henkel Preis 2012 geht an den Konstanzer Historiker Prof. Dr. Jürgen Osterhammel. Damit zeichnet die Stiftung Jürgen Osterhammels herausragende Beiträge auf dem Gebiet der Weltgeschichtsschreibung aus.

Prof. Dr. Jürgen Osterhammel (Foto: Universität Konstanz)

Seit dem Jahr 2006 vergibt die Gerda Henkel Stiftung den Preis für besondere Forschungsleistungen in den von ihr unterstützten Disziplinen und Förderbereichen. Die Düsseldorfer Stiftung fördert seit ihrer Gründung 1976 Forschungsvorhaben im Bereich der Historischen Geisteswissenschaften und wendet sich seit einigen Jahren zudem ausgewählten Themen aus benachbarten gegenwarts- und zukunftsorientierten Fachgebieten zu.

Mit einem Preisgeld von 100.000 € gehört der Gerda Henkel Preis zu den am höchsten dotierten Ehrungen in diesem Bereich. Jürgen Osterhammel nimmt die Auszeichnung am 29. Oktober 2012 in Düsseldorf entgegen.

Das Stiftungskuratorium folgte in einer einstimmigen Entscheidung einer Empfehlung der Jury, der Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Öffentlichkeit sowie die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung angehören. In der Begründung der Jury unter Vorsitz von Professor Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Frühwald heißt es: “Jürgen Osterhammel (geb. 1952) hat entschieden dazu beigetragen, der deutschen Geschichtswissenschaft nicht nur in der Theorie, sondern in der Praxis der Historiographie die welthistorische Perspektive wiederzugewinnen. In einer langen Reihe auch ins Chinesische, Japanische, Koreanische und Englische übersetzter Monographien versteht er Weltgeschichte nicht als die Addition von Nationalgeschichten, sondern als einen Komplex von Beziehungen und Kontrasten, der als globale Zivilisationsgeschichte gelesen und verstanden werden kann. Sein 2010 bereits in 5. Auflage erschienenes Buch „Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts“ (München 2009) wurde von der Kritik mit rar gewordener Begeisterung aufgenommen, weil es Jürgen Osterhammel versteht, ohne Einbußen an analytischer Schärfe Geschichte in Geschichten zu erzählen und damit auch einer breiteren Öffentlichkeit zu verdeutlichen, dass die zersplitterte Welt als ganze noch zu denken ist.”

“Jürgen Osterhammels Forschung macht die Dimension geisteswissenschaftlicher Forschung deutlich”, so der Vorsitzende des Vorstands der Gerda Henkel Stiftung, Dr. Michael Hanssler. “Für eine international tätige Stiftung, die wissenschaftliche Perspektiven auch über nationalstaatliche Grenzen hinweg miteinander verknüpfen möchte, ist die Vergabe des Preises an ihn eine wegweisende Entscheidung.”

(28.6.2012 | Quelle: Gerda Henkel Stiftung)

Website zum Gerda Henkel Preis

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