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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Horst Görtz Stiftung verleiht 5. Deutschen IT-Sicherheitspreis

Der mit 100.000 € dotierte erste Preis ging an das Projekt "Blurry-Box-Kryptografie: Kerckhoffs' Prinzip für den Softwareschutz". Damit ist eine Software gemeint, die vor Angreifern schützt, die den Schutzmechanismus kennen.

Die Preisträger bei der Verleihungszeremonie an der Ruhr-Universität Bochum (Foto: RUB/Sadrowski)

Brandon Broadnax, Matthias Huber, Bernhard Löwe, Prof. Dr. Jörn Müller-Quade (alle Karlsruher Institut für Technologie) und Axel Engelmann, Rüdiger Kügler, Alexander Schmitt, Wolfgang Völker, Dr. Peer Wichmann und Oliver Winzenried (alle WIBU-Systems AG) (Foto li.) haben das Blurry-Box-Verfahren entwickelt. Im Gegensatz zu bisherigen Systemen macht sich die Blurry Box das sogenannte Kerckhoffs’ Prinzip zunutze: Die Sicherheit des Schutzverfahrens beruht auf der Geheimhaltung des Schlüssels und nicht auf der Geheimhaltung des Mechanismus zur Verschlüsselung. Damit wird ein höheres Schutzniveau vor unerlaubter Vervielfältigung, Manipulation und Industriespionage erreicht.

Der zweite Platz (60.000 €) ging an Prof. Dr. Bodden, Prof. Dr. Mira Mezini (beide Technische Universität Darmstadt), Prof. Dr. Paolo Borba und Társis Tolêdo (beide Federal University of Pernambuco), Prof. Dr. Claus Brabrand (IT University of Copenhagen) und Prof. Dr. Márcio Ribeiro (Federal University of Alagoas). Sie entwickelten SPLlift, eine neue Sicherheitsanalyse, die es erstmals möglich macht, mehrere Softwareprodukte gleichzeitig und automatisiert auf Schwachstellen zu untersuchen. Dadurch verkürzt SPLlift die benötigte Dauer der Sicherheitsanalysen von bisher Jahren auf Minuten.

Zwei dritte Preise (je 20.000 €) wurden außerdem für erin Konzept gegen den Datenklau auf mobilen Geräten sowie für ein ausgeklügeltes Berechtigungsmanagement für Android-Systeme vergeben.

Alle zwei Jahre vergibt eine Expertenjury den IT-Sicherheitspreis für Innovationen aus den Bereichen IT-Sicherheit, Kryptografie, System- und Netzsicherheit sowie Abwehr von Cyberangriffen. In diesem Jahr richtete das Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit der Ruhr-Universität Bochum die festliche Verleihung im Zentrum für IT-Sicherheit in Bochum aus. Insgesamt hatten sich 66 Teams um den Preis beworben.

Mit dem Deutschen IT-Sicherheitspreis möchte die Horst Görtz Stiftung IT-Sicherheitslösungen made in Germany fördern und bekannt machen. Er zählt zu den höchstdotierten privat gestifteten Wissenschaftspreisen.

(24.10.2014 | Quelle: Ruhr-Universität Bochum)

Website der Horst Görtz Stiftung

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