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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Hochschule Ruhr West als Familiengerechte Hochschule zertifiziert

Seit Ende 2011 darf sich die Hochschule Ruhr West offiziell als Familiengerechte Hochschule bezeichnen. Von Anfang an war Familienfreundlichkeit ein Thema mit und für die Zukunft, von dem sich das Präsidium bei seiner Arbeit hat leiten lassen.
Hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Studium, Karriere und Beruf hat sich in der Gesellschaft einiges bewegt. Auch Hochschulen unterliegen innerhalb des demografischen Wandels einem Wettbewerb – um gut qualifizierte und engagierte Mitarbeiter/-innen und Wissenschaftler/-innen, aber auch um Studieninteressierte. „Studieren mit Kind sollte an der HRW kein Hindernis, sondern auch eine Chance sein“, so der Wunsch des HRW Präsidenten, Prof. Dr. Eberhard Menzel.

Als Arbeitgeber und als Bildungsinstitution hat die Hochschule Ruhr West gegenüber Studierenden und Beschäftigten eine soziale Verantwortung. Die HRW setzt auf Familienfreundlichkeit, bietet gleitende Arbeitszeiten, flexible Studienmöglichkeiten sowie Prüfungstermine an. Maßnahmen, die auf dem Weg zum angestrebten Zertifikat geholfen haben.

„Gerade an einer MINT-Hochschule sind sowohl die Lehrenden als auch die Studierenden traditionell überwiegend Männer. Das möchten wir ändern! Mit dem audit familiengerechte Hochschule möchten wir zeigen, dass wir Frauen mit Familie das Studieren und Arbeiten an der HRW ermöglichen werden. Und ganz besonders freue ich mich, wenn auch die Männer die Angebote wahrnehmen“, sagte
Gleichstellungsbeauftrage Prof. Dr. Susanne Staude, Professorin für Thermodynamik und Fluidenergiemaschinen an der HRW.

Um das Audit zur Familiengerechten Hochschule zu bestehen, veranstaltete die Hochschule Strategieworkshops – vertreten waren Studierende und Beschäftigte mit und ohne Kind. Dabei definierte die Hochschule für sich den Begriff Familie: Zur Familie gehören nahe Angehörige und Lebenspartner, für die eine soziale Verantwortung übernommen wird.

Gemeinsam mit einer spezialisierten Agentur erarbeiteten Beschäftigte und Studierende in verschiedenen Handlungsfeldern unterschiedliche Maßnahmen. Dazu gehört unter anderem Arbeitszeit: Studierende haben Wahlmöglichkeiten bei Präsenzveranstaltungen und damit eine erhöhte zeitliche Flexibilität. Auch die Öffnungszeiten der Bibliothek an beiden Standorten werden erweitert und an den Bedürfnissen der Studierenden ausgerichtet. Für Beschäftigte gibt es das Angebot der gleitenden Arbeitszeit und flexible, lebensphasenbezogene Arbeitszeiten. Auch die Prüfungsordnungen sollen Themen der Vereinbarkeit von Studium und Familie zukünftig berücksichtigen.

Weitere Maßnahmen sind in den verschiedenen Handlungsfeldern geplant:
• Arbeitsorganisation (Teamarbeit, familienbewusste Gremien- und Besprechungstermine),
• Arbeitsort (alternierende Telearbeit, mobiles Arbeiten),
• Informations- und Kommunikationspolitik (kontinuierliche Information über Möglichkeiten und Nutzen familienbewusster Angebote über das Internet und interne Medien),
• Personalentwicklung (Angebote zur Weiterentwicklung der beruflichen und fachlichen Kompetenzen),
• Führungskompetenz (Führungskräfte sensibilisieren, HRW Leitbild enthält Aussagen zur familiengerechten Hochschule) und
• Geldwerte Leistungen und Entgeltbestandteile (Beschäftigte und Studierende mit Familie können finanziell und sozial unterstützt werden)

Bereits seit Herbst 2011 arbeitet die HRW mit einem Service zusammen, der sich um die Vermittlung von Tagesmüttern, Babysittern oder Pflegepersonal kümmert. Vermittlungshonorar übernimmt die HRW. Hier schließt sich das zweite große Thema zur Vereinbarkeit von Familie und Hochschule an – ein Thema und eine Herausforderung der Zukunft: die Pflege von Angehörigen. Auch hier müssen Hochschulen auf die demographischen Veränderungen reagieren. Die HRW wird eigene Angebote haben, aber auch mit Netzwerken, Service- und Vermittlungsstellen zusammen arbeiten, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.

Auch für die anderen Handlungsfelder wurden Maßnahmen und Kriterien festgehalten. Diese müssen in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Denn schließlich möchte sich die HRW in drei Jahren mit dem Qualitätssiegel „Familiengerechte Hochschule“ rezertifizieren lassen.

Das Audit „Familiengerechte Hochschule“ ist ein strategisches Managementinstrument, das Wege aufzeigt, wie die Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium und Familie verbessert und langfristig in der Hochschulpolitik verankert werden kann. Das Zertifikat wird von der berufundfamilie gGmbH der Hertie-Stiftung seit 2002 an Hochschulen vergeben. (20/01/12; Quelle: ots – Hochschule Ruhr West)

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