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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Harald Schwalbe zum Wissenschaftler des Jahres gewählt

Der Chemiker von der Goethe-Universität Frankfurt am Main erhält für seine besonderen Forschungsleistungen die mit 25.000 € dotierte Auszeichnung der Kassel-Stiftung.

In ihrem Votum lobten die Gutachter Schwalbe als engagierten Hochschullehrer mit einem außerordentlich hohen Maß an strategischem Denken und politischem Gespür für erfolgreiche Drittmitteleinwerbung. 30 Prozent der gesamten EU-Mittel der Universität Frankfurt gingen auf Projekte von Prof. Schwalbe zurück.

Schwalbe, der bereits zwei Mal für gute Hochschullehre ausgezeichnet worden ist, wird das Preisgeld den jährlich stattfindenden Winterschulen des Fachbereichs Biochemie, Chemie und Pharmazie zur Verfügung stellen. “Lehre und Forschung sind ineinander verzahnt. Nur mit hervorragenden Studenten, Doktoranden und Postdoktoranden war meine Gruppe in der Lage, gerade auch in letzter Zeit schöne neue Ergebnisse zu bekommen, die jetzt zur Verleihung dieses Preises geführt haben”, begründet Schwalbe seine Entscheidung.

Sein Forschungsinteresse gilt der Struktur komplexer biologischer Moleküle, der Proteine und Ribonukleinsäuren, die er mit der Magnetischen Kernspinresonanzspektroskopie (NMR) erforscht. Insbesondere mithilfe der zeitauflösenden NMR-Spektroskopie ist es ihm gelungen, extrem schnelle Vorgänge wie die Faltung von Proteinen auf der molekularen Ebene zu beobachten. Seine Forschung hat praktische Bezüge zum Wirkstoffdesign oder bei der Aufklärung der Tricks, mit denen Tuberkulose-Bakterien, Salmonellen oder Prionen unser Immunsystem überlisten.

Eingerichtet wurde der Preis “Wissenschaftler des Jahres” anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Alfons und Gertrud Kassel-Stiftung im Jahr 2012. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung die Goethe-Universität in besonderer Weise unterstützt. Der in diesem Jahr zum zweiten Mal vergebene Kassel-Preis besteht aus zwei Teilen: 5.000 € stehen für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, 20.000 € stehen dem Preisträger zur persönlichen Verfügung.

(20.7.2014 | Quelle: Goethe-Universität Frankfurt am Main)

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