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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Green Controlling Preis für Volkswagen und Flughafen Stuttgart

Die Péter Horváth-Stiftung möchte mit der Auszeichnung einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Bedeutung der ökologischen Dimension der Nachhaltigkeit stärker ins Bewusstsein der Controlling-Community zu rücken. Das Unternehmen, das im jeweiligen Jahr die effektivste und innovativste "grüne" Controllinglösung umgesetzt hat, wird prämiert.

Im Jahr 2013 erhalten erstmalig zwei Bewerber die Auszeichnung, über die eine Jury bestehend aus Experten der Ideenwerkstatt im Internationalen Controller Verein unter der Leitung von Professor Péter Horváth entschieden hat. Die beiden Preisträger:

Volkswagen AG: Think Blue. Factory. Umweltcontrolling
Das Think-Blue-Projekt ist Teil der Marken- und Konzernumweltstrategie des Automobilherstellers. Ziel dieser Strategie ist es, bis 2018 eine Verringerung der Umweltbelastungen in der Produktion der Marke Volkswagen um 25 Prozent je Fahrzeug zu erreichen. Damit nimmt die Stammmarke VW eine Vorreiterrolle ein, der andere Marken im Wolfsburger Konzern folgen sollen.

Dass die Ziele nicht zu hoch gesteckt sind, belegen aktuelle Zahlen. Nach Angaben der Volkswagen AG konnten die Umweltbelastungen je produziertem Fahrzeug seit 2010 bereits um zehn Prozent gesenkt werden. Damit einhergehen auch entsprechende Kosteneinsparungen je Auto durch verringerte Stückkosten für Energie, Abfall und Wasser. Der Wandel vom Kostenfaktor Umweltschutz zum Kostensparer Umweltschutz hat auch die Jury überzeugt.

Doch bis dahin war es ein langer Weg. Zuerst mussten die wesentlichen Umweltgrößen der Produktion für Energie, Kohlendioxid, Wasser, Abfall und Lösemittelemissionen je Fahrzeug und Komponente in einheitlichen Umweltkennzahlen (KPI) definiert werden, um sie messbar und somit auch steuerbar zu gestalten. Eine hoch komplexe Herausforderung vor dem Hintergrund von 27 in ihrer Wertschöpfungstiefe zum Teil sehr unterschiedlichen Produktionsstandorten.

Durch die Festlegung einheitlicher KPIs war die Basis für die Green Controlling-Lösung zur Unterstützung der Unternehmenssteuerung gelegt. Ergebnis ist ein KPI-Berichtswesen mit innovativen Auswertungen und Prognosen, dass die reine Kennzahlenverfolgung um die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit erweitert und seinesgleichen in der Automobilbranche sucht.

Flughafen Stuttgart GmbH: fairport Controlling
Die Flughafengesellschaft hat sich mit ihrem Projekt „fairport Controlling“, einem Ansatz zur Steuerung der betrieblichen Nachhaltigkeitsperformance, der Herausforderung einer „grünen“ Planung, Steuerung und Kontrolle ihrer Unternehmensaktivitäten angenommen.

Hierzu hat die Flughafengesellschaft einen Nachhaltigkeits-Kodex entwickelt, in dem Nachhaltigkeitsziele und -kennzahlen festgehalten sind. Diese wurden in die strategische und operative Planung, die Steuerung, Kontrolle und Investitionsrechnung sowie in die interne und externe Berichterstattung integriert. Damit verfolgt das Green-Controlling der FSG das Ziel, die ökologische Dimension in alle Unternehmensbereiche und Entscheidungsprozesse zu integrieren und zentrale Instanz für das Reporting ökologischer Aspekte im Unternehmen zu sein.

Entscheidender Faktor für das Erreichen dieser Ziele ist die enge Zusammenarbeit zwischen Controlling und Umweltmanagement. Dies geschieht, indem Controlling und Umweltmanagement unter Einhaltung von Controlling-Standards gemeinsam Controlling-Aufgaben wahrnehmen. Resultat dieser Zusammenarbeit ist eine integrative Datenversorgung, von der insbesondere das Management profitiert, indem ein paralleler Informationsfluss aus Controlling und Umweltmanagement vermieden wird. Mit der Integration sozialer Aspekte in die Unternehmenssteuerung hat der Flughafen Stuttgart bereits die nächste Entwicklungsphase eingeleitet.

(4.12.2013 | Quelle: International Performance Research Institute gGmbH)

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