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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Friedlieb Ferdinand Runge-Preis für unkonventionelle Kunstvermittlung 2013 verliehen

Der von der Stiftung Preußische Seehandlung alle zwei Jahre ausgelobte Friedlieb Ferdinand Runge-Preis für unkonventionelle Kunstvermittlung ist dem Stuttgarter Künstler und Autor Harry Walter zuerkannt worden.

Mit dem Friedlieb Ferdinand Runge-Preis für unkonventionelle Kunstvermittlung zeichnet die Stiftung Preußische Seehandlung Persönlichkeiten aus, die als Künstler oder als “Anstifter” die Kunst und Kultur im deutschsprachigen Raum auf außergewöhnliche Weise bereichert und geprägt haben. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 € soll den mit dem Preis Ausgezeichneten die Realisierung neuer Projekte ermöglichen helfen.

Der Preis wurde zu Ehren von Eberhard Roters (1929–1995), dem Gründer und langjährigen Direktor der Berlinischen Galerie, von der Stiftung Preußische Seehandlung im Jahr 1994 errichtet und ist nach dem Chemiker und Künstler Friedlieb Ferdinand Runge (1794–1867) benannt. In der Begründung des Jurors heißt es: “Harry Walter, geboren 1953 in Stuttgart, ist seit 35 Jahren als Sprach- und Bildkünstler sowie als Kunstvermittler in unterschiedlichsten Kontexten tätig. Zu den Tugenden seines bemerkenswerten Schaffens gehören Einfallsreichtum, Wandlungsfähigkeit, Witz und ständige kritische Selbstreflexion.”

Harry Walter legt Wert darauf, dass Kunstvermittlung sich nicht darauf beschränken darf, Kunst zu “erklären”. Sie sollte vielmehr eine Kunst des Zeigens und als solche Teil künstlerischer Praxis sein. Ein großer Teil der Aktivitäten, die Harry Walter selbst in den vergangenen dreieinhalb Jahrzehnten unternommen hat, lässt sich als der Versuch verstehen, eine “Grammatik des Zeigens” zu entwickeln, ob als Anstifter und Teilnehmer alternativer Kunstschulen und Ausstellungsräume, ob bei den unterschiedlichsten Lehr- und Reiseveranstaltungen, ob im Rahmen von Para-Institutionen wie dem Künstlerhaus Stuttgart (1978), der künstlerischen Produktionsgemeinschaft ABR (“Archiv beider Richtungen” 1983–2003) oder zuletzt mit SOUP (“Stuttgarter Observatorium urbaner Phänomene” seit 2009), dem künstlerischen Begleitbüro zur Bürgerprotestbewegung Stuttgart 21.

(28.6.2013 | Quelle: Stiftung Preußische Seehandlung)

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