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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Familie-Hansen-Preis 2013 für Hans-Georg Rammensee

Die Bayer-Stiftung für Wissenschaft & Bildung ehrt den Immunologen von der Universität Tübingen für dessen Arbeiten auf dem Gebiet der neuen therapeutischen Impfstoffe gegen Krebs.

Hans-Georg Rammensee (Foto: Bayer AG)

Der mit 75.000 € dotierte Familie-Hansen-Preis 2013 würdigt Rammensees bahnbrechende Arbeiten auf dem Gebiet der Immunologie und der Krebstherapie durch Impfstoffe. Die Forschungsarbeiten des Direktors am Interfakultären Institut für Zellbiologie der Universität Tübingen führten unter anderem zu zwei erfolgreichen klinischen Studien, in denen die körpereigenen Abwehrkräfte von Nierenkrebs-Patienten gezielt gegen den Tumor mobilisiert wurden.

Mit dem Familie-Hansen-Preis werden Wissenschaftler geehrt, die wegweisende Forschungsbeiträge auf innovativen Gebieten der Biologie und Medizin geleistet haben. Er wird seit dem Jahr 2000 im Andenken an den Preisstifter Prof. Dr. Kurt Hansen verliehen. Der verstorbene ehemalige Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzende der Bayer AG hatte 1999 den Preis gestiftet.

Professor Ernst-Ludwig Winnacker, Generalsekretär der Human Frontier Science Program Organization und Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, erklärte: “Hans-Georg Rammensee ist ein Pionier der Entwicklung einer neuartigen, patientenindividuellen Krebsimmuntherapie. Sein Prinzip der aktiven Immunisierung gegen Krebsantigene, die zuvor auf Krebszellen identifiziert werden, hat bereits die klinische Anwendung erreicht, und ist im Prinzip auf praktisch alle Krebsarten anwendbar.”

Hans-Georg Rammensee studierte Biologie an der Universität Tübingen, wo er auch promoviert wurde. Als Post-Doktorand war er am Scripps Institute in La Jolla (Kalifornien, USA) und am Basel Institute for Immunology tätig. Danach arbeitete er am Max-Planck-Institut für Biologie in Tübingen, wo er 1987 bis 1993 ein Labor für Immunologie leitete. Gleichzeitig war er Professor an der Universität Tübingen. Von 1993 bis 1996 leitete er die Abteilung Tumorvirus-Immunologie am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (DKFZ) und war gleichzeitig Professor in Heidelberg. Danach wechselte er wieder an die Universität Tübingen, wo er die Abteilung Immunologie im Interfakultären Institut für Zellbiologie leitet.

Die feierliche Verleihung durch den Vorstandsvorsitzenden der Bayer AG, Dr. Marijn Dekkers, folgt am 6. März 2013 im Rahmen eines Festaktes in Berlin.

(11.12.2012 | Quelle: Bayer-Stiftung für Wissenschaft & Bildung)

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