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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Ernst Schering Preis 2015 geht an David MacMillan

Die Schering Stiftung würdigt Prof. Dr. David W.C. MacMillan, Leiter des Instituts für Chemie an der Universität Princeton (USA), mit dem mit 50.000 € dotierten Forschungspreis.

MacMillans Forschungsarbeit widmet sich der Entdeckung neuartiger chemischer Reaktionen und Strategien, die bei der Erforschung potenzieller Medikamente zur Verbesserung der menschlichen Gesundheit helfen sollen. Bei der Suche nach einem einzigen Medikament müssen tausende Verbindungen getestet werden. Folglich ist der Bedarf an effizienten und günstigen Zugangsmethoden sehr hoch. Zu diesem Zweck hat die MacMillan-Forschungsgruppe maßgebliche Beiträge zu verschiedenen Plattformen für Katalysemethoden geleistet, welche kleinste Mengen speziell entworfener Moleküle – Katalysatoren genannt – verwenden, die neue Reaktionen zur Bildung von Bindungen zwischen Atomen ermöglichen.

Forscher im Labor von MacMillan haben zahlreiche Katalysatoren entwickelt, die die Bildung neuer Bindungen schnell und mit chirurgischer Präzision erlauben. MacMillan und sein Labor gelten als Pioniere der Organokatalyse, einem Gebiet, das organische Katalysatoren zur Herstellung neuer Medikamente und neuer Agro- und Feinchemikalien verwendet. In jüngster Zeit konnte die Forschungsgruppe die Anwendbarkeit der Photoredoxkatalyse unter Beweis stellen, ein Gebiet bei der Katalysatoren, die durch sichtbares Licht aktiviert werden, unter sehr milden Bedingungen einzigartige Abläufe zur Bindungsbildung ausführen. MacMillans Labor kombinierte viele dieser Katalysatorentypen in Tandem- oder Kaskadenprozessen und konnte so Reaktionen durchführen, die mit einem einzigen Katalysator alleine nicht möglich gewesen wären.

Die gemeinnützige Schering Stiftung wurde 2002 mit dem Ziel der Förderung von Wissenschaft und Kultur gegründet, wobei der Fokus auf den Naturwissenschaften und zeitgenössischer Kunst liegt. Darüber hinaus fördert die Stiftung die wissenschaftliche und kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen sowie den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Projekten in Grenzbereichen, insbesondere an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft.

(18.9.2015 | Quelle: Schering Stiftung)

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