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Auszeichnungen

Deutscher Schulpreis 2015 für Gesamtschule Barmen in Wuppertal

"Wir freuen uns, mit der Gesamtschule Barmen eine Schule auszuzeichnen, die zeigt, wie gut es funktionieren kann, wenn Haupt-, Real- und Förderschüler gemeinsam mit Gymnasiasten lernen", sagte Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, die den mit 100.000 € dotierten Deutschen Schulpreis gemeinsam mit der Heidehof Stiftung vergibt.

Der Hauptpreis geht in diesem Jahr an eine nordrhein-westfälische Gesamtschule. Die Gesamtschule Barmen in Wuppertal liegt mitten in einem sozialen Brennpunkt. Etwas mehr als die Hälfte der 1.361 Schüler wächst mit nur einem Elternteil auf, ein Drittel hat ausländische Wurzeln. Trotz der unterschiedlichen Startbedingungen gelingt es den Lehrern die Schüler zu besseren Leistungen zu führen, als von der Grundschule am Ende der vierten Klasse prognostiziert. Obwohl nur 17 Prozent eine Empfehlung fürs Gymnasium erhalten haben, wechseln rund 60 Prozent der Jugendlichen in die gymnasiale Oberstufe. Und das mit großem Erfolg: Bei landesweiten Tests liegen die Schüler oft über dem Durchschnitt. Seit Jahren hat kein Jugendlicher die Schule ohne Abschluss verlassen.


Gesamtschule Barmen Wuppertal (Foto: Robert Bosch Stiftung/Theodor Barth)

Für den Erziehungswissenschaftler Professor Michael Schratz von der Universität Innsbruck, Sprecher der Jury des Deutschen Schulpreises, ist die Konsequenz im Unterricht ein wichtiger Teil des Erfolgsrezepts: “Die Lehrer fordern die Kinder und Jugendlichen heraus, sie führen sie gezielt an ihre Leistungsgrenzen – und darüber hinaus.” Dazu setzen die Lehrer verschiedene Methoden des individuellen Lernens ein: Wochenplan- und Portfolioarbeit, Präsentationen, Partner- und Gruppenarbeit. Besonders beeindruckt hat die Jury das hervorragende Schulklima. Jeder Schüler ist für irgendetwas verantwortlich: sei es als Pate, Medienscout oder Schulsanitäter. “Ich habe selten eine Schule erlebt, an der Schüler, Lehrer und Eltern so respektvoll und wertschätzend miteinander umgehen”, lobt Schratz. “Andere Schulen können von der Gesamtschule Barmen lernen, wie Partizipation und Teilhabe in exzellenter Weise gelebt werden.”

An der Gesamtschule Barmen werden Kinder mit Handicaps nicht separiert, sondern gemeinsam mit den anderen Schülern unterrichtet. Dafür entwickeln die Lehrer in Jahrgangsteams gemeinsame Projekte, Klassenarbeiten und Tests – sogenannte “Unterrichtspartituren” für alle Fächer. “Dass diese inklusiven Lerngruppen so erfolgreich arbeiten, ist vor allem dem großen Engagement der Lehrer und der Schulleitung zu verdanken. Damit beweist die Gesamtschule Barmen wie alle bisherigen Preisträger, dass gute Schulen das Bestmögliche aus ihren Schülern herausholen, wenn sie ihre Methoden und Inhalte kontinuierlich weiterentwickeln und auf die individuellen Bedürfnisse der Jugendlichen ausrichten”, so Hamm.

Vier weitere Preise in Höhe von je 25.000 € an die Grundschule am Buntentorsteinweg Bremen, das GanztagsGymnasium Klosterschule Hamburg, die Jenaplanschule Rostock und die Waldschule – Grundschule der Stadt Flensburg vergeben. Der ebenfalls mit 25.000 € dotierte “Preis der Jury” geht an die Berufsschule – Don Bosco – Beratungszentrum Würzburg.

(10.6.2015 | Quelle: Robert Bosch Stiftung)

Website zum Deutschen Schulpreis

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