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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Deutscher Lesepreis erstmals vergeben

Die Stiftung Lesen und die Commerzbank-Stiftung haben gemeinsam herausragende Leseförderungsprojekte ausgezeichnet.

Acht Preisträger in drei Kategorien, die die Jury aus insgesamt 249 Bewerbungen ausgewählt hat, erhielten die Auszeichnung für ihren vorbildhaften Einsatz in der Leseförderung.

“Die Vielzahl an Bewerbungen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zeigt, wie bunt und vielfältig Leseförderung in Deutschland ist”, betonte Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. “Dieses Signal macht Mut für die Zukunft.”

Der Sonderpreis der Commerzbank-Stiftung “Ideen für morgen” (dotiert mit 6.000 €) geht an das Helene-Lange-Gymnasium in Dortmund. Das Projekt “Im Sog von Wort und Bild – Zum Einsatz von Graphic Novels in der Leseförderung” knüpft in Theorie und Praxis an die Schülerinteressen an: Graphic Novels erzählen komplexe Geschichten in Comic-Form und sprechen durch die kreative Gestaltung und die Kombination von Wort und Bild auch diejenigen an, die sonst weniger gerne lesen. Mit dem Projekt sollen vor allem Schüler in der Mittelstufe (Klassenstufen 8 bis 10) zum Lesen motiviert werden. Ziel ist es, so dem pubertären Leseknick zu begegnen und für neue Formen der Literaturaneignung zu werben.

In der Kategorie “Herausragendes individuelles Engagement”, gefördert von der Nele Neuhaus Stiftung und der PricewaterhouseCoopers-Stiftung, erhielt Heike-Anna Grunewald von der Dr. E. A. Langner-Stiftung den ersten Preis (dotiert mit 2.000 €) für ihr Engagement für die Hamburger Märchentage, eine jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe mit 70 bis 90 Einzel-Veranstaltungen für Kinder zwischen 3 und 14 Jahren. Der zweite Preis (1.500 €) geht an Beate Kabisreiter, Lehrerin am Max-von-Laue Gymnasium Koblenz, die an der Schule mit großem persönlichem Einsatz zahlreiche unterschiedliche Leseförderungs-Projekte umsetzt. Den dritten Preis (1.000 €) teilt sich Dr. Rita Mielke vom Sommer-Lese-Festival “Korschenbroich liest” mit Sabine Thomas und Andreas Hoh vom Krimifestival München. Beide etablierten Veranstaltungsreihen machen auf unterschiedliche Art und Weise Lesen lebendig und sprechen so ein breites Publikum an.

In der Kategorie “Herausragendes kommunales Engagement”, gefördert von Fröbel e.V, siegte die Stadtbücherei Neuenrade. Für die Gründung eines “Zelius” (Zentrum für Lesen, Integration und Sprache) für ganzheitliche Leseförderung, das sich besonders an Menschen mit Migrationshintergrund wendet, wird sie mit dem Preisgeld in Höhe von 2.000 € ausgezeichnet. Den zweiten Preis (1.500 €) erhält die Stadtbücherei Lampertheim für ihr Bundesländerübergreifendes Bibliotheksangebot “Lesen im kleinen Dreieck”. Der dritte Preis (1.000 €) geht an die Buxtehuder Stadtbibliothek, die bei ihren Projekten “Rucksackbibliothek” und “Buxtehuder Kälbchen” die Zielgruppe Kindergartenkinder auf vorbildliche Art und Weise aktiv einbindet.

Unter dem Dach des Deutschen Lesepreis wurde außerdem der von der Jürgen Moll Stiftung geförderte Wissenschaftspreis vergeben. In der Kategorie “Lesbare Wissenschaft” (dotiert mit 5.000 €) wurde Prof. Dr. Walter Krämer ausgezeichnet, der durch Werke wie “So lügt man mit Statistik” wesentlich zur Lesbarkeit vor allem von Statistik beigetragen hat. In der Kategorie “Wissenschaft des Lesens” (dotiert mit 3.000 €) geht der Preis an Christoph Sondag für seine Diplomarbeit am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Hamburg mit dem Titel “Analphabet trotz Schule”.

(8.10.2013 | Quelle: Stiftung Lesen)

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