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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Deutsche Stiftung Verbraucherschutz ehrt Engagement für Verbraucherrechte

Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz hat erstmals Personen und Projekte, die sich in herausragender Weise für Verbraucherrechte einsetzen, mit dem Bundespreis Verbraucherschutz ausgezeichnet.

In der Kategorie Persönlichkeiten wurden Volker und Helga Zapke sowie Edda Castelló geehrt. Das Ehepaar Zapke erhält den Preis für seinen Einsatz gegen Giftstoffe in Holzschutzmitteln wie Lindan oder Pentachlorphenol. Dank des langjährigen Engagements und der juristischen Auseinandersetzung in mehreren Instanzen gegen die Hersteller hat die Politik reagiert: Derartige Stoffe sind heute verboten. Edda Castelló, seit mehr als 30 Jahren bei der Verbraucherzentrale Hamburg für Finanzthemen zuständig, wird für ihren Einsatz für Verbraucherrechte im Versicherungs- und Bankenmarkt geehrt. Erst kürzlich erstritt sie ein Urteil, dank dem Millionen Versicherter jetzt einen Anspruch auf Nachzahlungen bei frühzeitiger Kündigung von Lebens- und Rentenversicherungen haben. Die Preisträger erhalten eine Prämie von jeweils 7.500 €, mit der sie ein gemeinnütziges Vorhaben ihrer Wahl unterstützen können.

Der Bundespreis Verbraucherschutz in der Kategorie Projekte geht an den Deutschen LandFrauenverband für sein bundesweites Bildungsprojekt zum aid-Ernährungsführerschein. Grundschüler/innen erfahren durch das vom aid infodienst entwickelte Schulangebot in sechs Doppelstunden mehr über den praktischen Umgang mit frischen Lebensmitteln und lernen Wissenswertes über die Zutaten der selbst zubereiteten Gerichte. Das Bildungsprojekt ist ein wichtiger Beitrag, damit junge Verbraucher/innen sich selbstbestimmter für eine gesunde Ernährung entscheiden können. Bereits über 165.000 Kinder haben dank der LandFrauen den aid-Ernährungsführerschein bekommen. Das Projekt erhält ein Preisgeld von 5.000 €.

“Unsere Preisträger sind Vorbilder für starken und erfolgreichen Verbraucherschutz. Zugleich macht ihr Engagement deutlich, dass jeder Verbraucherschützer werden kann. Jeder ist im Alltag mit Fragen zu Gesundheit und Ernährung, zu Finanzen oder Datenschutz konfrontiert und kann sich für mehr Information und mehr Rechte einsetzen”, sagt Julian Fischer, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz.

(4.6.2013 | Quelle: Deutsche Stiftung Verbraucherschutz)

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