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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Deutsch-französisches Engagement ausgezeichnet

Die Robert Bosch Stiftung hat die Gewinner des Ideenwettbewerbs "On y va – auf geht’s!" prämiert. Ausgezeichnet wurden eine trinationale Müllkunst-Aktion, ein Austauschprojekt zum Thema Alzheimer, ein Musikprojekt von Jugendlichen sowie ein Theaterstück über die Folgen der Finanzkrise.

Eine Jury hatte aus 15 Projekten vier herausragende Initiativen aus, in denen sich Bürger aus Deutschland und Frankreich gemeinsam ehrenamtlich engagieren. Der von der Robert Bosch Stiftung ausgeschriebene Wettbewerb richtete sich an Bürgerinitiativen und gemeinnützige Organisationen, die über die Ländergrenzen hinweg etwas bewegen wollen. “Mit unserem Wettbewerb wollen wir sichtbar machen, dass gute Beziehungen nicht nur Aufgabe der Politik sind, sondern auch vom gemeinschaftlichen Engagement der Bürger leben”, so Markus Lux von der Robert Bosch Stiftung.

Der mit 5.000 € dotierte Hauptpreis ging an die trinationale Müllkunst-Aktion “Système D – Einfälle statt Abfälle”, die sich des Müllproblems der senegalesischen Stadt Ziguinchor auf unkonventionelle Weise annahm: Ein Team aus Sozialpädagogen, Künstlern und Jugendlichen aus Ziguinchor (Senegal), Hamburg (Deutschland) und Aubervilliers-Paris (Frankreich) mobilisierte die Stadt im Süden des westafrikanischen Landes zu einer großen Aufräum-Aktion und sensibilisierte die Bewohner mit einer Kunst-Performance für das Thema Müll und den schonenden Umgang mit Ressourcen.

Der zweite Preis in Höhe von 3.500 € ging an das Austauschprojekt “Rencontre sans frontières/Grenzenlos” der Alzheimer Gesellschaft München und France Alzheimer Vaucluse in Le Pontet bei Avignon. Die beiden Vereine organisierten zusammen mit Betroffenen und Angehörigen eine jeweils einwöchige Reise im Nachbarland. Durch verschiedene Aktivitäten und Gespräche mit Gleichbetroffenen konnten die Teilnehmer neue Kraft für den Alltag zu Hause schöpfen.

Den dritten, mit 2.000 € dotierten Preis erhielt das Musikprojekt “Rock/Pop au-delà des frontières” einer Jugendgruppe aus Wuppertal und eines Jugendhauses aus Épinal, die mit ihren selbstgeschriebenen Songs gemeinsam in Deutschland und Frankreich auftraten.

Eine Sonderauszeichnung und 1.000 € für ein besonders gelungenes multilaterales Projekt zwischen Deutschen, Franzosen und einem Partner aus einem dritten Land ging an das Projekt “Jeunesses – Regards croisés sur la crise financière/Die Jugend und die Schuldenkrise”. Junge Schauspieler aus Griechenland, Frankreich und Deutschland (von der Jugendkunstschule Atrium, Berlin) verarbeiteten ihre persönlichen Erfahrungen mit der Finanzkrise in einem Theaterstück.

(10.11.2014 | Quelle: Robert Bosch Stiftung)

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