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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Binding Waldpreis 2015 verliehen

Die Gemeinde Baulmes hat den mit 200.000 Franken höchstdotierten Umweltpreis der Schweiz für ihren vorbildlichen Umgang mit Uraltbäumen. erhalten. Der Binding Waldpreis wird von der in Basel beheimateten Sophie und Karl Binding Stiftung vergeben.

Georg Schoop, der Präsident des Kuratoriums für den Binding Waldpreis, hob hervor, dass die Waadtländer Gemeinde in ihren Wäldern über 7.000 Bäume mit einem Stammumfang von mehr als zwei Metern ihr Eigen nennt. Dies ist nur möglich geworden durch eine schonende Waldbewirtschaftung über Generationen hinweg. Der Gemeinde gelingt es, die Ansprüche des Schutzes von besonderen Uraltbäumen etwa in Reservaten oder Altholzinseln mit den Ansprüchen der Holznutzung zu verbinden.

Auch pflegt die Gemeinde auf über 300 Hektaren traditionelle Wytweiden. Das sind Flächen, auf denen sich Bäume und Weiden mosaikartig abwechseln und auf denen sowohl Vieh- als auch Forstwirtschaft betrieben wird. Einige Uraltbäume erlebten schon das Vorbeiziehen der Truppen Napoleons und stellen ein wichtiges kulturelles Erbe dar. Gleichzeitig weisen sie ein enormes ökologisches Potential auf. Auf uralten Eichen konnten schon über 1.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen werden, von Flechten und Moosen über Insekten bis hin zu Vögeln.


Julien Cuérel, Gemeindepräsident von Baulmes nimmt den Binding Waldpreis 2015 vom Stiftungsratpräsident Dr. Ueli Vischer entgegen.
Foto: Sophie und Karl Binding Stiftung

Der Umgang der Gemeinde Baulmes mit ihren Uraltbäumen sei “wegweisend”, betonte der Festredner Claude Martin, der ehemalige Direktor des WWF International. “Dass sich ihre Bevölkerung für die Erhaltung uralter Bäume einsetzt und diese Wesen mit dem ehrwürdigen Titel „Président“ auszeichnet, ist Ausdruck einer tiefen Beziehung und eines Respekts, dessen sich nicht alle Präsidenten in unserer Gesellschaft erfreuen können”, hielt Martin fest. Georg Schoop wiederum wies auf die Wichtigkeit der Sensibilisierung für den ökologischen und kulturellen Wert von Uraltbäumen hin. Dies zeige sich etwa daran, “Président d’honneur”, eine ca. 300 Jahre alte Weißtanne mit fast fünf Metern Umfang, Opfer eines Vandalenaktes geworden sei.

Im Jahr 2016 wird der Binding Waldpreis zum 30. Mal vergeben werden. Aus der Sicht des Stiftungsrates wurde das Ziel des Binding Waldpreises vielfach gut erreicht, nämlich Forstbetriebe auszuzeichnen, die ihren Wald beispielhaft nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit nutzen. Die ebenfalls von Sophie und Karl Binding gegründete Binding Stiftung mit Sitz in Schaan FL vergibt bereits in diesem Jahr zum 30. Mal ihren Binding Preis für Natur- und Umweltschutz. Die Sophie und Karl Binding Stiftung aus Basel sucht nun gemeinsam mit ihrer Schwesterstiftung in Liechtenstein nach Möglichkeiten, wie die beiden Umwelt- und Nachhaltigkeitspreise zu einem gemeinsamen Preis weiterentwickelt werden können. Vor diesem Hintergrund hat der Stiftungsrat der Sophie und Karl Binding Stiftung beschlossen, dass die Vergabe des 30. Binding Waldpreises im kommenden Jahr auch die letzte in dieser Form sein soll.

(18.6.2015 | Quelle: Sophie und Karl Binding Stiftung)

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