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Berufseinstieg ermöglichen: Primus-Preis geht an Mensch-Mentoring-Programm

Das Projekt "Mensch-Mentoring für Schüler" hat das Ziel, Jugendliche mit schulischen Problemen und wenig Förderungsressourcen bis zum Berufseinstieg zu begleiten. Für diese Idee bekommt der Verein "Jumpers – Jugend mit Perspektive" im Mai 2015 den Primus-Preis von der Stiftung Bildung und Gesellschaft verliehen.

Die Schule geschafft – und was kommt jetzt? Jugendliche wissen oft nicht, welchen Beruf sie nach der Schule ergreifen sollen. Wenn ihnen dazu der familiäre Rückhalt fehlt oder das Umfeld keine Möglichkeiten der Selbstwirksamkeitserfahrungen bietet, verlieren sie häufig die Orientierung oder den Glauben an sich selbst.

Hier setzt das Mensch-Mentoring-Programm für Schüler an. Das Projekt hat die Idee, Achtklässler mit weniger Berufschancen mit einem persönlichen Mentor zusammenzubringen. Jeder ausgewählte Schüler bekommt einen geschulten Mentor aus einem regionalen Unternehmen an die Seite, um einen Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen.

Eineinhalb Jahre lang treffen sich Mentor und Mentee zu regelmäßigen Gesprächen. Die Schüler belegen mehrere Workshops, wie zum Beispiel ein Bewerbungstraining oder nehmen bei Bedarf an Nachhilfekursen teil. Ein zusätzliches Praktikum in einem regionalen Unternehmen ermöglicht den Jugendlichen einen Erstkontakt mit potenziellen Ausbildungsbetrieben.

Das nachhaltige Projekt hilft, die schulischen Perspektiven und beruflichen Chancen der Schüler mit geringeren Berufschancen zu verbessern. Das Mensch-Mentoring-Programm für Schüler begleitet zurzeit 60 Schüler an insgesamt drei Gesamtschulen in Hessen. Der Verein “Jumpers – Jugend mit Perspektive e.V.” wurde 2010 gegründet, um Selbstwert und Potenziale von Kindern und Jugendlichen zu fördern.

Der Primus-Preis wird jeden Monat an ein kleines, vorbildhaftes Projekt vergeben. Die im Juni 2013 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gegründete Stiftung Bildung und Gesellschaft will so Initiativen fördern, die ein konkretes Problem in der Kita oder in der Schule vor Ort aufgreifen und lösen wollen. Wichtig ist, dass die Projekte auf alle Regionen übertragbar sind und nicht parallel agieren, sondern an das staatliche Bildungssystem andocken. Lokale Akteure – wie Arbeitsagenturen oder Schulämter, aber auch Unternehmen sowie kulturelle Einrichtungen – sollten einbezogen sein. Aus allen ausgezeichneten Projekten wird der Primus des Jahres gewählt.

(18.5.2015 | Quelle: Stiftung Bildung und Gesellschaft)

Website der Stiftung Bildung und Gesellschaft

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