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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Bertha Benz-Preis 2013 für Ingenieurin aus dem KIT

Die Daimler und Benz Stiftung zeichnet Dr. Friederike Brendel (Foto) für fachgebietsübergreifende Forschung zu Funkübertragungstechniken aus. Die junge Ingenieurin fertigte ihre Dissertation über glasfaserbasierte Hochfrequenz-Übertragungssysteme im Millimeterwellenbereich am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) an. Ihre Ergebnisse ermöglichen, die übertragene Datenrate zu vervielfachen und schnelle wie kostengünstige Netzzugänge zu entwickeln. Der Preis ist mit 10.000 € dotiert.

Foto: Böhme/Daimler und Benz Stiftung

Friederike Brendel hat einen weiten Bogen zwischen mehreren Fachgebieten gespannt. Ihre Forschungsarbeit entstand im Rahmen eines deutsch-französischen Promotionsprojektes mit dem Institut Polytechnique de Grenoble. Mit dem Bertha Benz-Preis würdigt die Daimler und Benz Stiftung den wegweisenden Beitrag einer Nachwuchsforscherin zu den Ingenieurwissenschaften. Die Auszeichnung erinnert an die Pionierleistung von Bertha Benz, die mit technischem Sachverstand und Unternehmergeist entscheidend dazu beitrug, dass sich das Automobil durchsetzte.

Friederike Brendel befasste sich in ihrer Doktorarbeit mit der Übertragung von Funksignalen im Millimeterwellenbereich über Glasfasern. Hintergrund ihrer Forschung sind stetig steigende Anforderungen an die Kommunikation: Gefragt sind maximaler Komfort und möglichst geringe Belastung des menschlichen Lebensumfelds durch Funksignale. “In meinen wissenschaftlichen Untersuchungen ging es mir zum einen darum, möglichst schnelle und stabile Signalübertragungen zu erreichen, also die Datenrate um ein Vielfaches zu steigern. Zum anderen erschien es mir wünschenswert, die Funkreichweiten eng zu begrenzen, etwa auf einzelne Räume innerhalb einer Wohnung”, erklärt Brendel. Als praktische Anwendung ihrer Forschung sieht die junge Ingenieurin die Möglichkeit, kostengünstige und extrem schnelle Netzzugänge zu entwickeln.

Die Daimler und Benz Stiftung konzentriert sich auf die Förderung junger Wissenschaftler, fachübergreifende Kooperationen sowie Forschungsinhalte aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Ihr jährlicher Förderaufwand beträgt derzeit etwa drei Mio. €.

(5.7.2013 | Quelle: Karlsruher Institut für Technologie)

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