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Auszeichnungen

Berner Zellbiologin erhält mit halber Million Dollar dotierten Stiftungspreis

Isabel Roditi vom Institut für Zellbiologie der Universität Bern erhält eine Auszeichnung vom Howard Hughes Medical Institute (HHMI), einer der grössten Stiftungen der USA. Die Stiftung unterstützt damit Roditis Forschung zu den parasitären Trypanosomen, den Erregern der gefährlichen afrikanischen Schlafkrankheit.

Roditi wird vom Howard Hughes Medical Institute (HHMI) als “eine von 13 führenden Grundlagenforscherinnen und -forschern weltweit” bezeichnet: Sie erhält von den prestigeträchtigen “HHMI Senior International Research Scholar Award”, der über eine Laufzeit von fünf Jahren mit 100.000 US-Dollar pro Jahr dotiert ist.

Die Schlafkrankheit, über die Roditi forscht, peinigt Hunderttausende von Menschen im tropischen Afrika und endet tödlich, wenn sie nicht behandelt wird. Gegen diese schwerwiegende Erkrankung des Lymph- und Nervensystems gibt es bislang keine Impfung. Die Zellbiologin untersucht unter anderem den Lebenszyklus der Parasiten und wie dieser unterbrochen werden kann. Eine Anwendung ihrer Grundlagenforschung ist die Entwicklung eines groß angelegten Tests für neue Medikamente gegen die Schlafkrankheit.

Isabel Roditi (56) ist Kodirektorin des Instituts für Zellbiologie der Universität Bern. Sie promovierte 1983 an der Universität Cambridge (UK) und kam 1990 an die Universität Bern, wo sie sich 1993 habilitierte. Sie erhielt mehrere Preise, darunter 2001 den Cloëtta-Preis und 2005 einen ersten HHMI-Award. 2012 wurde sie gemeinsam mit Prof. Reto Brun vom Schweizerischen Tropen- und Public Health Institut Basel von der Bill and Melinda Gates-Stiftung ausgezeichnet.

(4.10.2012 | Quelle: Universität Bern)

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