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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Alzheimer-Forschungspreis der Hans und Ilse Breuer-Stiftung verliehen

Prof. Dr. Stefan F. Lichtenthaler (Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen und Technische Universität München) und Prof. Dr. Mikael Simons (Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin und Universität Göttingen) teilen sich den renommierten Forschungspreis, der mit insgesamt 100.000 € dotiert ist.

Da es für Alzheimer und ähnliche Demenzen noch keine effektive Behandlungen gibt und sie deshalb zu den größten gesundheitspolitischen Herausforderungen der Gegenwart gehören, unterstützt die gemeinnützige, in Frankfurt am Main ansässige Hans und Ilse Breuer-Stiftung seit ihrer Gründung im Jahr 2000 herausragende Forschung auf diesem Gebiet.

Prof. Dr. Stefan F. Lichtenthaler (Jahrgang 1968) erhält die begehrte Auszeichnung für seine Forschung über Funktion und Regulation von Proteinen – insbesondere Proteasen (molekulare Scheren) – die an neurodegenerativen Erkrankungen wie der Alzheimer-Krankheit beteiligt sind. Ziel ist es, die Ursachen dieser Volkskrankheiten besser zu verstehen, neue diagnostische und therapeutische Ansätze zu entwickeln und mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten besser vorhersagen zu können. Dazu dienen unter anderem biochemische und proteomische Methoden wie die quantitative Massenspektrometrie. Prof. Lichtenthaler entwickelte eine neue Methode, mit der die Funktionen von diesen Proteasen bestimmt werden können. Damit wurde eine excellente Basis geschaffen, die Wirkung von Medikamenten auf diese molekularen Scheren zu untersuchen. Derzeit werden Medikamente, die diese Proteine beeinflussen, bereits in Alzheimer Patienten getestet.

Prof. Dr. Mikael Simons (Jahrgang 1970) untersucht die elektrische Isolation (Myelinisierung) von Nervenfasern. Die Fortsätze von Nervenzellen, die sogenannten Axone, sind von Myelinscheiden umhüllt. Schäden an den Myelinscheiden, wie sie beispielsweise bei der Multiplen Sklerose (MS) vorkommen, führen zu schweren neurologischen Störungen. MS ist eine der häufigsten neurologischen Krankheiten bei jungen Erwachsenen.

Die Forschung von Mikael Simons befasst sich mit den Prozessen, die zum Aufbau bzw. der Zerstörung dieser Isolationsschicht führen mit dem Ziel, bei Krankheiten wie MS eine Remyelinisierung zu fördern und damit die Krankheitssymptome abzumildern bzw. möglicherweise sogar zu heilen. “Seine Ergebnisse werden auch zur weiteren Aufklärung von neurodegenerativen Erkrankungen des Alterns wie der Alzheimer-Krankheit dienen, da es auch hier zu einem Abbau von Myelin sowie Entzündungserscheinungen kommt”, erläutert Prof. Dr. Christian Haass von der Ludwig-Maximilians-Universität in München, Kuratoriumsmitglied der Hans und Ilse Breuer-Stiftung.

(6.11.2014 | Quelle: Hans und Ilse Breuer-Stiftung)

Website der Hans und Ilse Breuer-Stiftung

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