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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Adelbert-von-Chamisso-Preis 2013 geht an Marjana Gaponenko

Die Schriftstellerin erhält die mit 15.000 € dotierte Auszeichnung der Robert Bosch Stiftung. Mit ihrem bei Suhrkamp erschienenen Roman "Wer ist Martha?" habe Marjana Gaponenko einen "neuen, aufregenden Ton" in die deutschsprachige Gegenwartsprosa gebracht, so die Jury.

Marjana Gaponenko (Foto: Robert Bosch Stiftung/Yves Noir)

Marjana Gaponenko, 1981 in Odessa (Ukraine) geboren, studierte dort Germanistik und lebt heute in Mainz. Seit ihrem sechzehnten Lebensjahr schreibt sie auf Deutsch.

In “Wer ist Martha?” erzählt sie die skurrile Geschichte des 96-jährigen Lemberger Ornithologen Luka Lewadski, der seine letzten Wochen in einem Wiener Grandhotel verbringt und damit an den Ort seiner Jugend zurückkehrt. Ein Konzertbesuch im benachbarten Musikverein und eine verrückte Nacht in der Hotelbar werden zu letzten Höhepunkten seines langen Lebens. Marjana Gaponenko zeichne “ein ungewöhnliches Panorama der mitteleuropäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts”, heißt es in der Begründung der Jury. Mit dem Roman gelinge ihr “eine ebenso zärtliche wie komische Feier der Schönheit des menschlichen Lebens”.

Mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ehrt die Robert Bosch Stiftung herausragende Beiträge zur deutschsprachigen Literatur von Autoren, deren Werk von einem Sprach- oder Kulturwechsel geprägt ist. Der Preis ist damit der einzige seiner Art in Deutschland. Die Auszeichnungen werden am 28. Februar 2013 in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz verliehen. Am 1. März 2013 lesen die Preisträger im Literaturhaus München aus ihren Werken.

Die diesjährigen Förderpreise in Höhe von jeweils 7.000 Euro gehen an Matthias Nawrat für seinen Roman “Wir zwei allein” (Verlag Nagel & Kimche) und an Anila Wilms für ihr deutschsprachiges Debüt “Das albanische Öl oder Mord auf der Straße des Nordens” (Transit Verlag).

(15.1.2013 | Quelle: Robert Bosch-Stiftung)

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