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Akteure & Konzepte

Auszeichnungen

Adelbert-von-Chamisso-Preis 2012 in München verliehen

Michael Stavaric íst heute in einem Festakt mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung ausgezeichnet worden. Der gebürtige Tscheche wurde für sein Gesamtwerk und insbesondere für seinen Roman „Brenntage“ geehrt, mit dem er laut Jury die „deutschsprachige Gegenwartsprosa auf sprachlich originelle Weise bereichert hat“. Die diesjährigen Förderpreise gingen an den in Ungarn geborenen Akos Doma für seinen Roman „Die allgemeine Tauglichkeit“ und Ilir Ferra, der aus Albanien stammt, für sein deutschsprachiges Debüt „Rauchschatten“.

Foto: Robert Bosch Stiftung - Markus Kirchgessner

Die Auszeichnungen wurdenam 1. März im Beisein von rund 400 geladenen Gästen aus Kultur, Wirtschaft und Politik in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz verliehen.

Die Robert Bosch Stiftung würdigt mit diesem Literaturpreis seit 1985 deutsch schreibende Autoren, deren Muttersprache oder kulturelle Herkunft nicht die deutsche ist. „Mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ehrt die Robert Bosch Stiftung Autoren mit Migrationsgeschichte. Ihre kulturelle Vielfalt bereichert die deutsche Sprache“, so Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. „Nur wenige haben den Mut und das Talent, mit der deutschen Sprache so zu spielen, wie der diesjährige Preisträger Michael Stavari?.“

Auch Laudatorin Katrin Schmidt, Schriftstellerin und Trägerin des Deutschen Buchpreises 2009, war begeistert von Stavarics Roman „Brenntage“: „Michael Stavari? zerpflügt das Klischee. … Es ist ein Aufwachsen in der Magie der selbst auferlegten Reduktion, die diesen Roman so unverwechselbar innerhalb der deutschsprachigen Literaturlandschaft macht.“

Der ungarische Schriftsteller und Historiker György Dalos, der 1995 selbst mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet wurde, lobte den Förderpreisträger Akos Doma für dessen Roman „Die allgemeine Tauglichkeit“: „Domas Humor, besonders in den umgangssprachlichen Dialogen und der Milieubeschreibung, hätte eine besondere Würdigung verdient. Er trägt sowohl osteuropäische als auch amerikanische Züge. … Dieser Humor prägt und trägt den Roman „Die allgemeine Tauglichkeit“ ganz entscheidend.“

Ina Hartwig, Literaturkritikerin, wies in ihrer Laudatio auf Ilir Ferras „universelle, eben poetische Sprache“ hin, „die uns weit über den Gültigkeitsbereich Albanien hinausträgt, eine Sprache, die jeden Menschen betrifft, der, während er aufwächst, sich unter Verboten und beengenden Vorschriften wegzuducken versucht, der in seine eigenen Gedanken flüchtet. Denn davon handelt „Rauchschatten“ vor allem: von der Gegenwelt, in die Menschen sich flüchten.“

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