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21-jährige Bochumerin gewinnt Sonderpreis der Stiftung Mercator im Wettbewerb „Heimat Almanya“

Die 21-jährige Emel Aydogdu aus Bochum hat den mit 4.000 € dotierten Sonderpreis der Stiftung Mercator „Expedition Almanya“ im Wettbewerb „Heimat Almanya – Zeig und dein Deutschland“ gewonnen. Sie überzeugte mit einem Video über ihre türkische Großmutter. Der Sonderpreis beinhaltet eine 4-wöchige Erkundungstour durch Deutschland im Gegenwert von 4.000 €. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei hatte die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Maria Böhmer zu einem bundesweiten Jugendkreativwettbewerb aufgerufen, in dessen Rahmen auch der Sonderpreis vergeben wurde. Unter dem Titel “Heimat Almanya – Zeig uns Dein Deutschland“ wurden Jugendliche aus ganz Deutschland aufgefordert, sich künstlerisch mit ihrer persönlichen Vorstellung von Heimat auseinanderzusetzen.

(v.l.)Staatsministerin Maria Böhmer, Preisträgerin Emel Aydogdu und Cornelia Schu von der Stiftung Mercator./ Foto: Stiftung Mercator

“Die Beschäftigung mit der eigenen Identität, zu der auch die Frage gehört ‚Wo oder was ist meine Heimat?‘, ist für fast jeden jungen Menschen wichtig. Besonders spannend fanden wir, wie vor allem die Menschen, die nicht ursprünglich aus Deutschland stammen, aber hier seit langem leben, diese Frage beantworten“, so Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator. „Das Interview ihrer Großmutter von Emel Aydogdu führt uns vor Augen, dass es nicht leicht ist, eine neue Heimat zu finden. Die Preisträgerin selbst zeigt, dass es gelingen kann, und dass man dabei seine Wurzeln nicht verleugnen muss.“

„Ich freue mich sehr. Ich habe mich lange mit dem Thema Heimat beschäftigt. Es ist für mich nicht nur ein Ort, sondern es sind Menschen. Wenn meine Oma nicht aus der Türkei nach Deutschland immigriert wäre, dann wäre auch ich jetzt nicht in Deutschland. Meine Familie hat ihre Kultur mitgebracht und damit auch die türkische Heimat“, so Emel Aydogdu. Aber auch ein Ort könne Heimat sein, das Ruhrgebiet sei jetzt ihre. „Heimat ist, wenn ich am Hauptbahnhof in Bochum ankomme und die Tür sich öffnet. Mir genügen schon die Geräusche oder der Duft von Bochum. Das ist meine Heimat“. Emel Aydogdu hat den Sonderpreis für ein Interview mit ihrer türkischen Großmutter erhalten.

Emel Aydogdu lebt seit ihrem fünften Lebensjahr in Deutschland. Sie hat in Bochum Abitur gemacht und studiert im 3. Semester Religionswissenschaften und Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Emel Aydogdu ist Jung-Regisseurin und hat bereits am Jungen Schauspielhaus Bochum inszeniert, darüber hinaus ist sie als Poetry Slammerin aktiv. Ihre Arbeiten wurden bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Zum Sonderpreis „Expedition Almanya“:
Die Stiftung Mercator finanziert den Sonderpreis „Expedition Almanya“ für eine 4-wöchige Erkundungstour durch Deutschland und zur künstlerischen Verarbeitung der gewonnenen Eindrücke. Die „Expedition Almanya“ umfasst einen Gutschein der Deutschen Bahn für Reisen innerhalb Deutschlands, Gutscheine für Übernachtungen in Jugendherbergen, Reisegeld sowie Gutscheine zum Besuch von Ausstellungen und anderen Kulturereignissen. Damit soll dem jugendlichen Preisträger sowie einer Begleitperson die Möglichkeit eröffnet werden, Deutschland zu bereisen und besser kennenzulernen. Darüber hinaus erhält der Preisträger eine Schulung in der „Politikfabrik“, um die künstlerische Verarbeitung der gewonnenen Eindrücke anzuregen und die entstandenen Fotos oder Filme in Form eines Reise-Blogs zu veröffentlichen. Die „Expedition Almanya“-Gutscheine entsprechen einem Gegenwert von 4.000 €. (27/10/11; Quelle: Stiftung Mercator)

Zum Beitrag von Emel Aydogdu

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