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Gesellschaftlich engagierte Unternehmen gesucht

Noch bis zum 13. Januar 2014 können sich mittelständische Betriebe um die Auszeichnung ihrer CSR-Aktivitäten bewerben. Die Bertelsmann Stiftung und der Verein Unternehmen für die Region e.V. starten eine neue Runde des Wettbewerbs "Mein gutes Beispiel".

Preisverleihung 2013 (Foto: Kay Michalak/Bertelsmann Stiftung)

Eine Jury wählt drei besonders vorbildliche Unternehmen aus, die im März 2014 eine Auszeichnung erhalten werden. Gesucht werden Betriebe, die ihre Projekte vor allem durch den Einsatz von Mitarbeitern, Know-how oder die Bereitstellung von Sachleistungen durchführen. “Insbesondere die mittelständischen und familiengeführten Unternehmen, die tief in ihrer Region verwurzelt sind, haben erkannt, wie wichtig ein intaktes Umfeld ist – für die Gesellschaft als Ganzes, aber auch für ihren unternehmerischen Erfolg”, sagt Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung.

Auf einer “Landkarte des Engagements” auf der Website zum Wettbewerb können Unternehmen ihr gesellschaftliches Engagement einer breiten Öffentlichkeit präsentieren und gleichzeitig am Wettbewerb teilnehmen. Dirk Stocksmeier, Vorsitzender des Vorstands des Vereins “Unternehmen für die Region” hofft auf eine Projektvielfalt wie in den vergangenen Jahren: “Unternehmen engagieren sich beispielsweise sehr intensiv im Bereich Bildung, einer der wichtigsten Ressourcen überhaupt. Sie kümmern sich um die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund oder machen sich um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verdient – sei es durch Angebote qualifizierter Kinderbetreuung oder indem sie ihren Mitarbeitern ermöglichen, kranke oder alte Angehörige zu pflegen.”

Im Rahmen von “Mein gutes Beispiel” wird besonders unternehmerisches Engagement gewürdigt, das gemeinsam mit anderen Firmen, der Kommune oder gemeinnützigen Organisationen geleistet wird.

(17.9.2013 | Quelle: Unternehmen für die Region e.V.)

Website zum Wettbewerb "Mein gutes Beispiel"


Die Preisträger des Jahres 2013:

  • Volle Bolle – AHC Oberflächentechnik GmbH, Berlin
    Die AHC-Oberflächentechnik kooperiert mit dem Kinder- und Jugendhaus Bolle in Berlin-Marzahn. Täglich werden hier bis zu 100 Kinder und Jugendliche betreut und davor geschützt, auf der Straße zu landen. Die Azubis des Unternehmens gestalteten 2012 in dem zweitägigen Projekt „Volle Bolle“ einen Teil des Gartens des Jugendhauses um und verwandelten ihn in einen eingezäunten Gemüsegarten. Bis vor kurzem hatte sich die AHC-Gruppe in Sachen soziales Engagement vor allem auf Geldspenden beschränkt.

  • Grüne Werkstatt Wendland – Schütte Baumarkt GmbH & Roggan KG
    Die Grüne Werkstatt Wendland ist ein Projekt, das Künstler, Unternehmer und Bürger des Landkreises mit der Wirtschaftsförderung und der Kreisverwaltung Lüchow-Dannenberg 2011 ins Leben gerufen haben. Hier arbeiten beispielsweise mittelständische Unternehmen aus dem Wendland mit jungen Designern und Designerinnen verschiedener Universitäten zusammen und entwickeln nachhaltige und innovative Produkte und Services. So soll das Know-How der ansässigen Betriebe mit der Kreativität und dem Ideenreichtum der Nachwuchs-Talente verbunden werden. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg will langfristige Kooperationen schaffen, eine nachhaltige Regionalentwicklung betreiben und qualifizierte Arbeitskräfte gewinnen. Dirk Roggan, Eigentümer und Geschäftsführer der Schütte Baumarkt GmbH & Roggan KG ist einer der Mitinitiatoren der Grünen Werkstatt.

  • Soziale Partnerschaft mit dem Kinderdorf Irschenberg – Unternehmensberatung Q_Perior, München
    Mit dem Ziel gemeinsame Perspektiven zu schaffen, unterstützen Vorstand und Mitarbeiter der Unternehmensberatung Q_Perior in München das Caritas Kinderdorf Irschenberg. Zu den Projekten gehören Weiterbildung, Events, aktive Freizeitgestaltung und Karriereberatung. Die Unternehmensberatung hilft den Jugendlichen bei Bewerbungen, vermittelt Praktikumsplätze oder ermöglicht Mitarbeitern des Kinderdorfs, an Führungs- und Projektmanagement-Seminaren teilzunehmen. Die interne Service-Organisation hat zudem eine Patenschaft für zwei Kinderdorffamilien übernommen. Im Rahmen des jährlichen „Job-Infotages“ nutzt die Unternehmensberatung ihr Kundennetzwerk, um ausbildungsnahen Jugendlichen einen Blick hinter die Kulissen von Betrieben zu ermöglichen.

  • PASSgenAU – Bildung für Jeden – Regionalmanagement am Wirtschaftsforum der Region Passau e.V., Passau
    Unter dem Motto „Kein Kind und Jugendlicher darf verloren gehen” wurde 2012 das Projekt „PASSgenAU – Bildung für JEDEN” ins Leben gerufen. Es will Risikoschüler dabei unterstützen, einen Schul- oder Ausbildungsabschluss zu erlangen. Unter dem Dach von “PASSgenAU” haben sich 17 Initiativen zusammengeschlossen und ihre Angebote in einem Leitfaden für Eltern und Lehrer veröffentlicht. Diese Transparenz hilft Angebotslücken aufzudecken. Lernhelfer der Universität Passau, Paten des Kinderschutzbundes oder Mentoren der Initiative “Rock your Life” werden an Schulen eingesetzt und unterstützen Kinder mit Migrationshintergrund in Deutsch und Mathematik sowie bei der Verbesserung der Sprach- und Lesekompetenz. Das Projekt wird durch die Stadt Passau sowie mit Stiftungs- und Sponsorengeldern der 120 Mitgliedsunternehmen finanziert.

(Quelle: Bertelsmann Stiftung)

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