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Gerd Bucerius-Förderpreis 2015

Auch im nächsten Jahr wird die ZEIT-Stiftung den Gerd Bucerius-Förderpreis "Freie Presse Osteuropas" zusammen mit der norwegischen Partnerstiftung Fritt Ord vergeben.

“In den letzten Monaten ist die Repression gegenüber freien Medien in Russland immer härter geworden. Im Zuge der Ukraine-Krise hat sich der Druck auf unabhängige Medien noch einmal verschärft”, erklärt so Theo Sommer, Vorsitzender der Pressepreis-Jury. Die zunehmend nationalistische und antiwestliche Stimmung lasse kaum mehr Raum für differenzierte Berichterstattung. Auch in anderen Staaten Osteuropas sei die Situation der unabhängigen Medien besorgniserregend. In der Ukraine haben sich zahlreiche Journalisten entschlossen, in die Politik zu gehen, um ihre Vorstellungen einer freien Gesellschaft zu bekräftigen, das schwäche das journalistische Feld.

“Unsere Nominatoren, die Jurymitglieder und beide Stiftungen beobachten die wachsenden Spannungen in Osteuropa. Sie sind bedrohlich – auch für die Arbeit von Journalisten und Medien. Die Arbeitsbedingungen verschärfen sich. Extremer Druck erschwert die journalistische Tätigkeit, insbesondere die unabhängige Berichterstattung”, so Sommer.

Nominierungen sind bis zum 10. November 2014 möglich. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury, der Dr. Falk Bomsdorf, Prof. Dr. Jo Groebel, Martin Paulsen, Stefanie Schiffer, Dr. Theo Sommer (Vorsitz), Vibeke von Sperling, Michael Thumann und Reinhard Veser angehören. Der Gerd Bucerius-Förderpreis wird seit dem Jahr 2000 verliehen, die jährliche Preissumme beträgt 70.000 €.

(21.10.2014 | Quelle: ZEIT-Stiftung)

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